Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen: Vorhofflimmern gehört zu den zehn häufigsten Todesursachen. Das Gefährliche an der Herzrhythmusstörung sind nicht die damit verbundenen Beschwerden, sondern die Tatsache, dass sie das Risiko für Schlaganfälle deutlich erhöht. Doch woran erkennt man Vorhofflimmern, bevor es zu Komplikationen kommt? Eine Broschüre der Deutschen Seniorenliga gibt Auskunft.

Beim Vorhofflimmern gerät das Herz immer wieder aus dem Takt; es schlägt zum Beispiel zu schnell und ungleichmäßig. Vielen Patienten fällt das gar nicht auf. Andere nehmen hingegen ein anfallsartiges Herzrasen wahr, bei dem sie den Herzschlag bis zum Hals spüren.

Verminderte Pumpleistung

Wenn sich die Flimmerepisoden häufen oder länger bestehen bleiben, wird das Blut nicht mehr gleichmäßig weitergepumpt und der Körper nicht optimal mit Sauerstoff versorgt. Ein häufiges Symptom des Vorhofflimmerns ist daher eine nachlassende Leistungsfähigkeit. Die Betroffenen fühlen sich schneller erschöpft, klagen über Schwindel, Schweißausbrüche oder Atemnot. Bei manchen Patienten kommt es zu einem Engegefühl und Schmerzen im Brustkorb. Dies ist oftmals mit Unruhe oder Panikattacken verbunden.

Gefahr von Blutgerinnseln

Es kann aber auch passieren, dass das Blut aufgrund der unzureichenden Pumpleistung des Herzens nicht ausreichend schnell fließt und zu lange in den Herzvorhöfen verweilt. Dann können sich Blutgerinnsel bilden, die in den Blutkreislauf gelangen und im schlimmsten Fall ein wichtiges Blutgefäß verstopfen. Die dahinterliegenden Bereiche werden von der Sauerstoffzufuhr abgeschnitten. Handelt es sich um ein gehirnversorgendes Gefäß, kann es daher zum Schlaganfall kommen.

Vorhofflimmern sollte daher so früh wie möglich diagnostiziert und behandelt werden. Das Problem: Bei einer ganzen Reihe von Betroffenen machen sich keine Symptome bemerkbar – und selbst wenn Anzeichen wie Müdigkeit, Schwindel oder Atemnot auftreten, so können diese ebenso anderen Erkrankungen zugeschrieben werden.

Checkliste und Broschüre

Eine gute Hilfe, um erste Beschwerden einzuordnen und dem Arzt Anhaltspunkte zu geben, ist die „Checkliste Herzrhythmusstörungen“, die das Kompetenznetz Vorhofflimmern im Internet zum Download auf der Website www.dsl-vorhofflimmern.de bereitstellt. Dort kann außerdem die Broschüre „Vorhofflimmern – Schlaganfallrisiko senken“ kostenfrei heruntergeladen oder bestellt werden.

Website und Broschüre erklären ausführlich die geschilderten Zusammenhänge, zeigen Risikofaktoren auf und stellen Behandlungsmöglichkeiten vor. Beides wurde mit Unterstützung der Pfizer Deutschland GmbH realisiert. Bestelladresse: Deutsche Seniorenliga (DSL) e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn, www.dsl-vorhofflimmern.de.


Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Seniorenliga e.V.