Anfang des Jahres wurde der Digitalisierung- und Technologiereport Diabetes (D.U.T) 2020 veröffentlicht, in dem auch die Ergebnisse einer großen Ärzte- und Patientenumfrage zu finden sind. Gefragt wurde u.a. danach, ob die bestehenden Datenschutzregelungen ausreichend sind; dazu finden Sie hier die Resultate.

Fast 60 Prozent der Befragten schätzen die bestehenden Datenschutzregelungen als nicht ausreichend ein oder sind sich unschlüssig – übrigens über alle Patientengruppen hinweg fast gleichermaßen. Das zeigt sich auch in den Antworten auf die Frage nach der Wahrscheinlichkeit, dass unbefugte Personen Zugriff auf Daten im Zusammenhang mit dem Diabetes bekommen.

Dies wurde von den Befragten über alle Patientengruppen hinweg mit 44,2 Prozent als recht hoch eingeschätzt. Trotz der großen Bedenken bezüglich der unzureichenden Datenschutzbestimmungen empfanden das nur 14,9 Prozent als Barriere für die Nutzung digitaler Möglichkeiten – Eltern (11,0 Prozent) und Erwachsene mit Typ-1-Diabetes (13,9 Prozent) weniger als Erwachsene mit Typ-2-Dia­betes (19,4 Prozent).

Es ergibt sich somit zusammenfassend ein Bild, dass einerseits ein relativ hohes Risiko des Datenmissbrauchs erkannt wird, dies allerdings von den meisten der Befragten eher billigend in Kauf genommen wird, um bei der Nutzung digitaler Angebote nicht eingeschränkt zu sein.

D.U.T-Report

Digitalisierung- und Technologiereport Diabetes 2020

3.427 Menschen mit Diabetes sowie 350 diabetologisch tätige Ärzte wurden zu ihren Einstellungen und zur Anwendung neuer Technologien sowie zur Digitalisierung befragt. Alle Ergebnisse der Befragung finden Sie im Digitalisierung- und Technologiereport Diabetes (D.U.T) 2020.


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Erschienen in: Diabetes-Journal, 2020; 69 (12) Seite 29