Der Selbsthilfeverband Deutsche Diabetes Föderation (DDF) fordert, dass die Vernichtung von Covid-19-Impfstoffen gestoppt und die Impfung für alle impfwilligen Menschen in Deutschland unter Einbeziehung der Haus- und Fachärzte auf Basis der gültigen Verordnung ermöglicht werden müsse.

Die Patientenvertreter der Deutschen Diabetes Föderation e. V. (DDF) zeigen sich empört über „die Abweisung von Impfwilligen und der Verschwendung von lebensrettenden Impfstoffen“. In den letzten Wochen seien diesbezüglich immer wieder Meldungen aus den unterschiedlichsten Regionen Deutschlands aufgetaucht, heißt es in einer Mitteilung des Selbsthilfeverbandes.

So zeige etwa ein aktueller Bericht des SWR vom 8. März, dass viele Bürger:innen in Baden-Württemberg zwar bereits Impftermine zugewiesen bekommen, dann aber erst vor Ort in den Impfzentren nachgeprüft werde, ob jeweils ein Anspruch auf eine Impfung gemäß den Priorisierungsempfehlungen in der Impfverordnung vorliegt. Somit müssten viele Impfwillige, den Vorgaben entsprechend, ohne die erhoffte Impfung abgewiesen werden. Dies sorge wiederum für viel Unmut und Frustration bei allen Beteiligten, einschließlich den Mitarbeitenden in den Impfzentren.

„Nicht an einem unzureichenden System festhalten“

„Organisationsversagen gefährdet den Erfolg und die Akzeptanz der Impfkampagne. So kann das nicht weitergehen!“ konstatiert daher der DDF-Vorstandsvorsitzende Dr. Klaus-Dieter Warz. Er fordert, den Impfstoff zusätzlich an alle Impfwilligen auf Basis der Verordnung und Priorisierung durch die Haus- und Fachärzt:innen zu verimpfen – solange der Vorrat reicht.

Denn die Ärzte kennen die Vorerkrankungen ihrer Patientinnen und Patienten, so Warz:. „Das Ziel muss eine hohe Impfquote in der Bevölkerung sein. Da ist es geradezu unsolidarisch und gegen das Gemeinwohl, an einem unzureichenden System festzuhalten, das auch nur die Vernichtung einer einzigen lebensrettenden Impfdosis zulässt!“


Quelle: Deutsche Diabetes Föderation (DDF) | Redaktion