Detox-Kuren für den Körper, Hausputz, Auto-Inspektion: Sobald es Frühling wird, geht es bei vielen ans Aufräumen. Wie wäre es, sich auch mal an den Kleiderschrank zu wagen? Wer sich von ungetragenen oder ausgedienten Teilen trennt, fühlt sich danach erleichtert und kann damit auch noch Gutes tun.

Oft ist der Schrank zu klein für alles, was sich über die Jahre ansammelt. Dann wird gestapelt, gestopft, und jede Etage ist überfüllt. Einen Überblick, was tatsächlich auf seinen Einsatz wartet, ist unmöglich. Es ist also höchste Zeit, wieder mehr Ordnung in den Schrank zu bringen.

Minimalismus macht glücklich

Wer sich von einigen Stücken trennt, schafft nicht nur Platz im Schrank, sondern fühlt sich besser, wenn die Schranktüren aufgehen. Nichts kommt einem entgegengeflogen, alles ist sortiert, gefaltet – und die Auswahl fällt leicht. Nehmen Sie sich ein bis zwei Tage Zeit zum Ausmisten. Helfen können dabei drei Stapel.

Auf den ersten kommen alle Teile, die Sie behalten möchten. Auf den zweiten kommt Kleidung, die sich zum Beispiel weitergeben lässt; und auf Nummer drei kommen alle Stücke, die Sie auf jeden Fall entsorgen. Sind die Stapel fertig, lassen Sie diese am besten einen Tag liegen und arbeiten sie am Folgetag ab.

Verkaufen, verschenken und Gutes tun

Oft lässt sich mit abgelegten Teilen sogar noch etwas verdienen: entweder im Secondhand-Laden oder ganz klassisch auf dem Flohmarkt. Alternativ über das Internet, beispielsweise bei ebay.de, maedchenflohmarkt.de oder shpock.com. Mittlerweile bieten solche Portale teils einen Concierge-Service. Dabei muss die Kleidung nur verpackt und zum jeweiligen Anbieter versandt werden. Dort kümmert man sich um alles Weitere wie Fotos, Beschreibung, online anbieten.

Wer seine abgelegten Schätzchen verschenken möchte, kann dies über viele Kanäle tun: Kleidung einpacken und zur ansässigen Kleiderkammer bringen. Oder mittels Altkleidersammlung: Auch hier gibt es verschiedene Wege über das Internet; auf der Website der Deutschen Kleiderstiftung (www.kleiderstiftung.de) kann man einen kostenlosen Paketschein anfordern, Schuhe, Kleidung und Co verpacken und abschicken.

Vor Ort werden die Stücke per Hand sortiert, an Kleiderkammern oder soziale Einrichtungen in Deutschland weitergegeben. Die Kleiderstiftung hat zudem einen Charity-Shop, in dem besonders gut erhaltene Teile verkauft werden. Die Erlöse kommen laut Anbieter diversen Hilfsprojekten zugute.

Eine Alternative bieten verschiedene Bekleidungshersteller wie H&M, Esprit oder Zara. Man kann hier teils seine abgelegten Stücke im Geschäft zur Weiterverwendung abgeben und bekommt dafür beispielsweise einen Rabattgutschein. Ferner besteht auch hier die kostenlose Versandmöglichkeit mittels Internet über die Seite www.packmee.de.

Es lohnt sich also, auch dem Kleiderschrank eine kleine oder große Abspeckkur zu gönnen. Sich von unnötigem Ballast zu befreien, macht zufrieden und glücklich.


von Kirsten Metternich von Wolff
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Erschienen in: Diabetes-Journal, 2018; 67 (3) Seite 47