Noch bis Ende März ist Hauptsaison für frische Rote Bete. Grund genug, sie noch mal öfter auf den Tisch zu bringen.

Freilich gibt es für Rote-Bete-Fans auch nach der Hochsaison das Gemüse – dann meist gesäuert als Scheiben, Streifen oder Kugeln. Wer sie zum Beispiel für einen Salat oder als Bestandteil einer Quiche mag, kann auch vakuumierte Knollen kaufen.

Doch wie bei vielen anderen Gemüsen schmecken frische Knollen in ihrer Hochzeit doppelt gut. Achten Sie beim Kauf darauf, dass sie fest sind, ihre Schale prall und unbeschädigt ist. Wenn sie nicht direkt verarbeitet werden, wickeln Sie sie in ein Küchentuch und legen sie ins Gemüsefach des Kühlschranks. Hier halten sie sich bis zu drei Wochen.

Zitronensaft und Backpulver

Damit alles möglichst sauber bleibt, empfiehlt es sich, Knollen mit Schale zu garen. Waschen Sie sie dazu in kaltem Wasser, drehen Sie Blätter und Wurzeln ab – nicht schneiden, sonst bluten sie aus und verlieren Nährstoffe. Garen Sie sie in einem Topf mit Wasser in 30 bis 45 Minuten auf kleiner Flamme.

Sie mögen die Kugeln etwas heller? Dann kommen ein paar Spritzer Zitronensaft ins Kochwasser. Etwas Backpulver im Wasser intensiviert ihre dunkelviolette Farbe. Damit sie bestehen bleibt, geben Sie erst 5 Minuten vor Garzeitende etwas Salz ins Kochwasser. Schrecken Sie gekochte Kugeln kalt ab, dann die Schale mit einem Messer abziehen. Damit die Hände dabei sauber bleiben: Tragen Sie Einmalhandschuhe.

Besonders lecker schmeckt Rote Bete als Salat, auf Quiche oder Flammkuchen, raffiniert als Carpaccio, auch in Kombination mit Kartoffelpüree, in Suppen und Eintöpfen. In 100 g stecken 40 kcal, dabei sind sie fettfrei, eiweißarm und müssen nicht als Kohlenhydrate angerechnet werden. Dazu gibt es reichlich Vitamin A, C und B-Vitamine und aus der Gruppe der Mineralstoffe Eisen, Folsäure, Magnesium und Kalium. Ihre appetitliche intensive Farbe verdanken die Kugeln dem sekundären Pflanzenstoff Betanin, der entzündungshemmend wirkt und die Abwehrkräfte stärkt.


von Kirsten Metternich von Wolff
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Erschienen in: Diabetes-Journal, 2019; 68 (3) Seite 6