Sie sind gluten- und fettfrei, dabei geschmacklich sehr vielseitig. Aromatisch oder mild bis scharf gewürzt passen sie in eine Fülle an kalten und warmen Gerichten. Doch sind sie auch bei Diabetes eine passende Zutat?

Glasnudeln werden bei uns gern zu Hähnchen süß-sauer, Gemüsesuppe mit Tofu oder als Beilage im Salat gegessen. In asiatischen Ländern gehören sie zu den Grundnahrungsmitteln. Praktisch: Glasnudeln kochen sich schneller als Kartoffeln oder herkömmliche Pasta. Dazu werden die weißen Stärkefäden wenige Minuten in kochend heißes Wasser gelegt. Je nach Sorte empfiehlt es sich, sie vor dem Kochen mit einer Küchenschere in der Mitte einmal durchzuschneiden. So sind sie gekocht leichter essbar.

(K)eine Nudel, oder was?

Hauptbestandteil von Glasnudeln sind Mungo- oder Sojabohnen, Erbsen-, Reis- oder Maisstärke. So sind sie vegan, gluten- und laktosefrei. Trocken gelagert sind sie sehr lange haltbar. Auch wenn sie dünn und nicht so mehlig schmecken wie Weizenpasta: Kohlenhydrate enthalten sie trotzdem. Damit haben Glasnudeln also Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel.

100 g trockene Glasnudeln enthalten rund 340 kcal, weder Fett noch Eiweiß, dafür 83 g Kohlenhydrate und lediglich 3 g Ballaststoffe. Allerdings sind 100 g Trockenprodukt in gekochtem Zustand eine sehr große Portion, 40 bis 50 g Trockenprodukt reichen pro Portion aus. Gewürzt mit Sojasauce, Chili, Ingwer, Salz, Pfeffer, Zitronengras, Curry oder asiatischen Gewürzmischungen schmecken die eher geschmacksneutralen Glasnudeln besonders aromatisch, am besten in Kombination mit knackfrischem Gemüse.

Wer vegan essen möchte, kombiniert sie mit Tofu, ein paar Nüssen und Kokosmilch. Lecker sind sie als Bestandteil von Suppen, mit Huhn, Meeresfrüchten oder Fisch. Besonders gesund ist die fettfreundliche Zubereitung im Wok. Wie wäre es also mal wieder mit einer leckeren Portion Gemüse mit Glasnudeln – denn das ist eine prima Kombination bei Diabetes.


von Kirsten Metternich von Wolff
Diätassistentin DKL und DGE, Redaktion Essen und Trinken,
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Erschienen in: Diabetes-Journal, 2020; 69 (2) Seite 07