Besonders im Sommer ist es wichtig, den Körper ausreichend mit Flüssigem zu versorgen. Wenn sich Durst meldet, ist das schon ein Warnsignal, dass der Körper bereits ein Flüssigkeitsdefizit hat. Trinken Sie deshalb regelmäßig über den Tag verteilt das ein oder andere Schlückchen.

Empfehlenswert sind jetzt mindestens zwei Liter. Steigt das Thermometer über 28 °C oder sind Sie sportlich aktiv, darf es ruhig mehr sein. Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Kreislaufprobleme oder Verstopfung sind typische Anzeichen, dass Sie zu wenig getrunken haben. Greifen Sie bei Kopfschmerzen zuerst zum Wasser – und nicht zur Tablette.

Ganz gleich, für welche Getränke Sie sich entscheiden: Werfen Sie einen Blick auf die Zutaten- und Nährwert­analyse. Hier finden Sie sämtliche Informationen, die Ihnen bei einer Kohlenhydratberechnung nützlich sein können.


⇒ Getränke ohne blutzuckererhöhende ­Wirkung

  • Mineralwasser
  • Light- oder Zero-Limo
  • colahaltige Light-/Zero-Getränke
  • Malzkaffee schwarz
  • Kaffee schwarz
  • Tee, alle Sorten, ungesüßt
  • zuckerfreier, veganer Milchersatz wie Mandel-, Soja-, Kokosdrink, je nach Zusammensetzung
  • Tipps für selbstgemachte, alkoholfreie, kalorienarme Getränke:

    • - Schorlen im Verhältnis 3 Teile Wasser und 1 Teil Saft (100 % Frucht ohne Zuckerzusatz)
    • - Mineralwasser mit Kräuter- oder Früchtetee gemischt
    • - Mineralwasser mit etwas zuckerfreiem Sirup
    • - selbstgemachter Eistee ohne Zucker
    • - Zitronen- und Gurkenscheiben oder Minze und Zitronenmelisse ins Wasser geben


⇗ Getränke mit blutzuckererhöhender Wirkung

  • Milch, Buttermilch, Kefir, Trinkjoghurt
  • Smoothies und Shakes
  • Frucht-, Direktsäfte, 100 Prozent Frucht
  • Fruchtsaft light
  • Gemüsesäfte je nach Zusammensetzung
  • alkoholfreies Bier


⇑ Getränke mit schnell blutzuckererhöhender Wirkung

  • Limonade
  • colahaltige Getränke
  • Malzbier
  • Fruchtsaftgetränke
  • Fruchtnektare
  • Getränke mit Sirup


Alkoholhaltiges wie Bier, trockener Wein oder Sekt empfiehlt sich in Kombination mit einer Mahlzeit. Je nach getrunkener Menge kann der enthaltene Alkohol bis zu 24 Stunden Einfluss auf den Blutzucker haben und Unterzuckerungen bewirken. Deshalb ist es sinnvoll, bei Alkoholkonsum den Blutzucker häufiger zu testen und den Alkoholgenuss zu dokumentieren.

Ausführliche Informationen zum Thema Alkohol und Diabetes finden Sie in einem Beitrag von Prof. Berhnard Kulzer in Diabetes-Journal-Ausgabe 1/2016.


von Kirsten Metternich von Wolff
Diätassistentin DKL und DGE, Redaktion Essen und Trinken,
Hildeboldstraße 5, 50226 Frechen-Königsdorf, Tel.: 0 22 34/91 65 41,
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Erschienen in: Diabetes-Journal, 2019; 68 (8) Seite 86