Neben den beiden am weitesten verbreiteten Diabetestypen Typ 1 und Typ 2 gibt es noch weitere Formen der Stoffwechselerkrankung.

Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse

Ein Diabetes mellitus kann auch auf der Grundlage von anderen Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse entstehen, wie einer Entzündung des Organs (Pankreatitis), einer zystischen Fibrose oder bei der Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose). Bei Erkrankungen der hormonbildenden Drüsen, wie dem Cushing-Syndrom oder einer Akromegalie, kommt es zusätzlich oft auch zum Diabetes mellitus.

Auch bestimmte Medikamente oder Chemikalien können eine Diabeteserkrankung hervorrufen. Dazu gehören zum Beispiel Glukokortikoide, Neuroleptika, Interferon alpha und Pentamidin.

Weitere Ursachen für Diabetes mellitus können z.B. genetische Defekte sein, wie sie den MODY-Formen zugrunde liegen (MODY steht für maturity onset diabetes of the young) und auch anderen, selten auftretenden Diabetesformen.

Alle diese Formen sind zusammengefasst unter Diabetes mellitus Typ 3.

Daneben gibt es noch den Schwangerschaftsdiabetes, der als Diabetes mellitus Typ 4 bezeichnet wird oder fachsprachlich als Gestationsdiabetes.

Eine besondere Form des Typ-1-Diabetes stellt der LADA dar. LADA steht für late autoimmune diabetes in adults. Dieser Diabetes entwickelt sich erst nach dem 35. Lebensjahr und die insulinproduzierenden Betazellen werden nur langsam zerstört. Oft wird bei diesen Menschen fälschlicherweise zuerst ein Typ-2-Diabetes diagnostiziert. Klarheit bringt hier das Bestimmen der diabetesspezifischen Antikörper.



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