In einem Video-Interview, das der Diabetesinformationsdienst des Helmholtz Zentrum München (HZM) auf seiner Website bereitstellt, erklärt der Experte Prof. Heiko Lickert, welche jeweiligen Ansätze für die regenerative Therapie des Typ-1- und Typ-2-Diabetes in der Forschung aktuell verfolgt werden.

Bei Typ-1-Diabetes gehen Betazellen, die in der Bauchspeicheldrüse das lebensnotwendige Insulin produzieren, durch den Angriff des eigenen Immunsystems zugrunde. Bei Typ-2-Diabetes verlieren sie ihre Fähigkeit, ausreichend Insulin zu produzieren und den steigenden Bedarf zu decken. In beiden Fällen liegt die Hoffnung der Forscher auf einer Zellersatztherapie.

Unterschiedliche Herangehensweisen bei Typ-1- und Typ-2-Diabetes

Bei Typ-2-Diabetes bleiben die Betazellen weitgehend erhalten, verlieren jedoch ihre Fähigkeit zur Insulinproduktion. Forscherinnen und Forscher versuchen die Mechanismen der Zellregulation zu verstehen. Neue Medikamente könnten helfen, die Betazellen wieder in funktionsfähige Zellen umzuwandeln. Der Ansatz zur Behandlung des Typ-1-Diabetes sieht anders aus. Wissenschaftler arbeiten an der Herstellung von Stammzellen im Reagenzglas, die nach Transplantation in den menschlichen Körper die Aufgabe der Betazellen übernehmen können.

Prof. Heiko Lickert, Leiter des Instituts für Diabetes- und Regenerationsforschung am Helmholtz Zentrum München, erklärt im Videointerview (Dauer: 2:33 Min.) die unterschiedlichen Strategien bei Typ-1- und Typ-2-Diabetes.

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© Diabetesinformationsdienst München (Screenshot: Kirchheim-Verlag)


Quelle: Diabetesinformationsdienst München | Redaktion