Diabetes ist keine einheitliche Erkrankung und tritt in unterschiedlichen Formen auf. Beim Typ-2-Diabetes liegt eine Insulinresistenz zugrunde.

Der Typ-2-Diabetes, der in Deutschland 90 bis 95 Prozent aller Diabetiker betrifft, entsteht oft auf der Basis des „Wohlstandssyndroms“. Dabei ist der entscheidende Faktor die Insulinresistenz. Insulinresistenz bedeutet, dass die Körperzellen weniger empfindlich für Insulin geworden sind, so dass immer mehr Insulin benötigt wird, um wirken zu können. Insulin bewirkt, dass Zucker (Glukose) aus dem Blut in die Zellen gelangt, wodurch diese mit Energie versorgt werden, und somit der Blutzuckerspiegel sinkt.

Vererbung spielt wohl entscheidende Rolle

Die Forschung geht heute davon aus, dass die Vererbung beim Typ-2-Diabetes eine entscheidende Rolle spielt. Vererbt wird aber nicht der Diabetes selbst, sondern die Insulinresistenz. Ein Diabetes entsteht oft dann, wenn ein inaktiver Lebensstil – meist verbunden mit Übergewicht – hinzukommt.

Oft erst spät diagnostiziert

Ein Typ-2-Diabetes entsteht meist schleichend und kann über Jahre unbemerkt bleiben. Deshalb bestehen oftmals schon zum Zeitpunkt der Diagnose Typ-2-Diabetes Folgeschäden am Herz-Kreislauf-System. Folgeerkrankungen lassen sich mildern oder vermeiden, wenn der Diabetes frühzeitig erkannt und konsequent behandelt wird. Dazu gehören neben Medikamenten auch ein aktiver Lebensstil und die richtige Ernährung.



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