Worauf müssen insulinbehandelte Menschen mit Diabetes in Zeiten der Corona-Krise im Homeoffice oder häuslicher Quarantäne achten? Fragen dazu beantwortet UlrikeThurm (s. Bild oben), Sportwissenschaftlerin, Krankenschwester und Diabetesberaterin, am Mittwoch, 25. März 2020, zwischen 15 und 17 Uhr in der Telefonsprechstunde von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe.

In diesen Tagen verbringen die meisten Menschen den größten Teil ihrer Zeit zu Hause – sei es, weil sie aus dem Homeoffice arbeiten oder in Quarantäne sind. Letztere bedeutet, mehrere Wochen lang die Wohnung nicht zu verlassen. Der veränderte Alltag mit weniger Bewegung sowie ein eventuell auftretender Infekt mit dem Virus SARS-Cov-2 und der Erkrankung COVID-19 können ihre Stoffwechsellage beeinflussen und Therapieanpassungen erfordern.

Große Herausforderungen für Menschen mit insulinbehandeltem Diabetes

„Menschen mit einem insulinbehandelten Diabetes stellt die Planung einer Quarantäne vor große Herausforderungen“, sagt Ulrike Thurm, Erste Vorsitzende der Deutschen Sektion der International Diabetic Athletic Association (IDAA), Krankenschwester, Diabetesberaterin DDG und Buchautorin.

Alle der circa 340.000 Erwachsenen mit einem Typ-1-Diabetes und über 1,5 Millionen der Menschen mit einem Typ-2-Diabetes in Deutschland benötigen Insulin. Viele der Typ-1- und Typ-2-Diabetespatienten mit intensivierter konventioneller Insulintherapie oder Insulinpumpentherapie verwenden auch ein System zur kontinuierlichen Glukosemessung: Schätzungsweise 400.000 Menschen hierzulande tragen sogenannte iscCGM- und circa 50.000 Menschen rtCGMSysteme, um ihren Glukoseverlauf stets im Blick zu behalten.

Worauf ist zu achten? Stellen Sie Ihre Fragen an die Expertin Ulrike Thurm!

Betroffene haben daher viele Fragen: Wie groß sollte der Insulinvorrat für eine mehrwöchige häusliche Quarantäne sein, wie viele Pen-Nadeln, Stechhilfen, Pumpenkatheter, Sensoren oder Glukoseteststreifen sind notwendig?

„Zahlreiche Nutzende von CGM-Systemen und Insulinpumpen wissen auch nicht, wie sie ihre Therapiedaten zu Hause herunterladen und an ihre diabetologische Praxis senden können“, weiß Ulrike Thurm. Zudem funktioniere die Software bei jedem der verschiedenen Systeme und Pumpen anders. Für Verunsicherung sorgt auch, wie im Falle eines Infekts die Therapie anzupassen ist und welche Alternativen es zur derzeit nur eingeschränkt möglichen Bewegung im Alltag gibt.

Fragen rund um diese Themen beantwortet die Sportwissenschaftlerin, Krankenschwester und Diabetesberaterin Ulrike Thurm am Mittwoch, 25. März 2020, zwischen 15 und 17 Uhr in der diabetesDE-Telefonsprechstunde unter der Telefonnummer: 030 / 20 16 77 33.

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Quelle: diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe | Redaktion