Besonders beliebt ist aktuell roher Keksteig: Wie ist dieser Trend im Hinblick auf die Gesundheit zu bewerten? Das erfahren Sie im aktuellen Lebensmittel-Check.

Was in Amerika begann, ist nun auch hierzulande angekommen. In Großstädten gibt es bereits „Cookie-Dough-Shops“, ähnlich wie Eisdielen. Hier können Kunden aus einer Reihe roher Keksteige wählen und diese wie Eisbällchen portioniert genießen. Doch ein paar Dinge gilt es schon dabei zu beachten: Die Grundmasse solcher Keksteige besteht aus Mehl, Butter, Zucker, Schokolade oder Nüssen und häufig auch Eiern. Allerdings werden sie für den Verzehr von rohem Keksteig oft weggelassen wegen der Salmonellen-Gefahr. Und: Auch der Genuss von rohem Mehl kann Unwohlsein hervorrufen.

Denn Mehl wird aus Getreide gewonnen. Während es wächst, sammeln sich beispielsweise Dünger und Tiersekrete darauf an und bleiben daran haften. Getreide wird zwar nach der Ernte gereinigt, jedoch werden nicht alle Bakterien dabei abgetötet. Zur Herstellung von Cookie Dough verwenden Hersteller deshalb meist hitzebehandeltes Mehl, und, falls Eier in den Teig kommen, wärmebehandelte (pasteurisierte) Erzeugnisse: So werden mögliche Salmonellen in Eiern sowie Keime und Bakterien im Mehl abgetötet.

Eine echte Kalorienbombe!

So lecker roher Teig schmecken kann – er ist eine echte Kalorienbombe. Eine 100-g-Portion mit Schokotröpfchen hat schnell bis zu 500 Kilokalorien durch Fett und Zucker. In dieser Portion stecken dank Mehl, Zucker und Schokolade bis zu 65 g Kohlenhydrate. Es lohnt sich also, Cookie Dough besser selbst zu machen: Statt Vollfettbutter eignet sich Halbfettbutter, Zucker lässt sich durch Erythritol ersetzen, Eier müssen nicht in den Teig.

Statt Mehl bieten sich hier abgetropfte Kichererbsen aus der Dose an. Diese lassen sich zum Beispiel mit Halbfettbutter oder -margarine und 30 g gemahlenen Haferflocken mischen. Dazu etwas ungesüßte Mandel- oder Sojamilch, flüssiger Süßstoff oder Erythritol. Für die Abrundung etwas Kakaopulver, gehackte Cashew-, Erdnuss- oder Mandelkerne und gemahlene Vanille. So ist der Cookie Dough blutzuckerfreundlicher, ballaststoffreich und mit Halbfettmargarine auch vegan.


von Kirsten Metternich von Wolff
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Erschienen in: Diabetes-Journal, 2019; 68 (5) Seite 8