Hübsche Formen, Schalen und Platten machen selbst einfache Gerichte zu etwas Besonderem. Doch nicht jedes Gefäß ist dabei gesundheitlich unbedenklich. Worauf sollten Sie hier achten?

Haben Sie den Begriff „Foodhack“ schon einmal gehört? Dabei geht es nicht um essbares Hackfleisch, sondern um die Zweckentfremdung von Gegenständen und Lebensmitteln sowie deren Zubereitung. Ein klassisches Beispiel wäre selbst gebackenes Brot im Tonblumentopf oder eine Schieferplatte für das Anrichten von Käse oder Dessert. Seinen Ursprung hat Foodhack durch kreative Back- und Kochideen, Kochshows, Videoblogs oder Lernvideos (Tutorials) im Internet.

Nicht jede Deko ist lebensmittelecht

Originell und schön sieht es teilweise aus – und die Schieferplatte fürs Dessert ist gesundheitlich unbedenklich. Anders kann es da zum Beispiel bei Blumentöpfen aus Ton aussehen, in denen Brot gebacken wird. Da das Material nicht lebensmittelecht ist, können im Ofen schädliche Substanzen verdampfen und in den Teig übergehen. Ebenfalls kritisch ist der Trend, ein Hähnchen im Ofen auf einer Bierdose zu grillen. Dabei wird das ganze Huhn auf eine geöffnete Bierdose gesetzt und das Bieraroma soll dabei ins Fleisch ziehen. Hier können Farbbestandteile der Dose ins Fleisch übergehen.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) weist darauf hin, dass nicht jedes Material für die Zubereitung von Lebensmitteln geeignet ist. Die Verbraucherschützer empfehlen, für die Zubereitung von Lebensmitteln ausschließlich dafür vorgesehene Materialien und Gegenstände zu verwenden.

Bei Geschirr, Besteck oder einer Kaffeetasse ist klar ersichtlich, dass sie für den Kontakt mit Lebensmitteln bestimmt sind. Andere geeignete Materialien können Konsumenten an dem Glas-Gabel-Symbol oder dem Hinweis „für Lebensmittelkontakt“ erkennen. Die Angabe steht auf den Gegenständen, der Verpackung oder Etiketten.


von Kirsten Metternich von Wolff
Diätassistentin DKL und DGE,
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Erschienen in: Diabetes-Journal, 2020; 69 (5) Seite 9