Cola gilt als ungesund und als Dickmacher. Was bleibt, sind Varianten ohne Zucker, die als light und zero überall erhältlich sind. Eine neue Version präsentiert sich mit natürlichen Inhaltsstoffen – geht das überhaupt?

Sie heißt „Green Cola“, kommt aus Griechenland und wird hierzulande im Getränkehandel angeboten (Bezugsquellen: www.greencolagermany.de). Das Koffein stammt hier aus grünen Kaffeebohnen. Statt mit Zucker ist sie mit den Süßstoffen Sucralose und Stevia gesüßt. Sucralose ist ein Süßstoff, der sich gut für die Verarbeitung in Getränken eignet und einen harmonischen Geschmack macht. Der dominante Eigengeschmack von Stevia hebt sich durch die Kombination mit Sucralose auf.

Am besten ohne Phosphor

Die Süßstoffe Saccharin, Cyclamat, Aspartam, Acesulfam (die oft in herkömmlichen Light-/Zero-Sorten verwendet werden) sind in dieser grünen Cola nicht enthalten. Ferner ist sie frei von Konservierungsstoffen und Phosphor. Letzteres spielt für den Knochenstoffwechsel eine wichtige Rolle: Wer regelmäßig große Mengen Cola trinkt, nimmt damit auch reichlich Phosphat auf.

Es trägt dazu bei, dass Kalzium vermehrt aus Knochen abgebaut werden kann und andererseits die Kalziumaufnahme aus dem Darm behindert wird. Für die Knochengesundheit wäre die grüne Cola ohne Phosphor sinnvoll.

Als Genussmittel trinken

Generell sind Light- bzw. Zero-Varianten nahezu kalorienfrei. Deshalb haben sie keine Auswirkung auf den Blutzucker und das Gewicht. Allerdings ist es wenig sinnvoll, seinen Flüssigkeitsbedarf komplett darüber zu decken. Denn der süße Geschmack dieser Getränke kann dazu verleiten, mehr süße Lebensmittel zu essen.

Ferner ändert sich das Geschmacksempfinden für Süß. Ein Glas Cola light oder zero, mit oder ohne Koffein, grün oder auch nicht, empfinden viele Menschen, auch mit Diabetes, als willkommene Alternative, wenn es etwas anderes als Wasser sein soll. Hier heißt die Devise: glas- statt literweise!


von Kirsten Metternich von Wolff
Diätassistentin DKL und DGE, Redaktion Essen und Trinken,
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Erschienen in: Diabetes-Journal, 2019; 68 (7) Seite 9