Manche Medikamente lösen fotosensible Reaktionen aus – sie steigern die Lichtempfindlichkeit der Haut. Die gesetzliche Krankenkasse Barmer rät daher Menschen, die regelmäßig Arzneimittel einnehmen, diese darauf zu überprüfen und gegebenenfalls den UV-Schutz zu intensivieren.

Angesichts hochsommerlicher Temperaturen ist ein guter Sonnenschutz selbstverständlich. „Vor allem Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen, sollten sich intensiv um ihren Hautschutz kümmern, schließlich können einige Präparate die Lichtempfindlichkeit steigern“, erklärt Heidi Günther, Arzneimittelexpertin bei der gesetzlichen Krankenkasse Barmer.

Zu den Medikamenten, die eine fotosensible Reaktion auslösen können, gehören unter anderem Entwässerungsmittel, verschiedene Antidepressiva und Herz-Kreislauf-Medikamente. Aber auch entzündungshemmende Mittel wie Diclofenac und Ibuprofen können die Haut lichtsensibler machen.

Rücksprache mit dem Arzt

Günther: „Hinweise zu einer möglichen Verstärkung der Sonnenempfindlichkeit sind im Beipackzettel aufgeführt. Wer dennoch unsicher ist, sollte Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker halten.“ Diese können gegebenenfalls auch eine Alternative zum eigentlichen Präparat empfehlen. Wenn Patienten über einen längeren Zeitraum die fraglichen Präparate einnehmen, kann sich das Anbringen UV-undurchlässiger Folien an Fenstern lohnen, da UV-A-Strahlen auch durch das Fensterglas gelangen.

Maßnahmen zum UV-Schutz beachten

Zusätzlich zu den besonderen Vorsichtsmaßnahmen sollten Betroffene sich aber auch an die gängigen UV-Schutz-Empfehlungen halten. Generell ist es hilfreich, Sonnenlicht möglichst zu meiden. Ist das nicht möglich, sollten gerade Menschen mit einer sonnenempfindlichen Haut vorzugsweise auf UV-Schutzmittel mit einem hohen UV-A-Schutz zurückgreifen und am besten zusätzlich einen textilen Sonnenschutz verwenden.


Quelle: Presseinformation der http://Barmer